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 Krampfadern (Varizen)

untitled Krampfadern (Varizen) kommen sehr häufig vor. Etwa ein Zehntel der Bevölkerung ist davon betroffen. Sie stellen jedoch keine wirkliche Erkrankung dar, können aber Beschwerden verursachen. Es handelt sich um geschlängelte, erweiterte und nicht mehr richtig funktionierende Venen. Venen sind Blutgefäße, welche das Blut von den verschiedenen Körperteilen zum Herzen zurückführen. Krampfadern kommen vor allem an den Beinen vor, können aber auch an anderen Stellen des menschlichen Körpers auftreten.

Wie kann es zu der Krankheit kommen?
Venen haben ventilähnliche Klappen, die sicherstellen, dass das Blut in die richtige Richtung fließt. Sind diese Venenklappen geschädigt, staut und sammelt sich das Blut in den Venen und erweitert diese. Es sind vor allem Frauen zwischen 30 und 60 von Krampfadern betroffen. Eine erbliche Veranlagung wird angenommen. Ursachen für die Schädigung der Venenklappen sind also angeborene Veränderungen, Schwangerschaft oder Entzündungen der Venen. Längeres Stehen und Sitzen, falsche Haltung oder erhöhter Druck innerhalb des Bauchraums verschlimmern die Krampfadern.

Wie zeigt sich diese Erkrankung?
Typisch für Krampfadern ist das Gefühl der schweren Beine. Oft kommen auch Muskelkrämpfe dazu und die Knöchel schwellen an. Meistens sind die Krampfadern als geschlängelte, teilweise daumendicke Venen vor allem am Unter- und Oberschenkel zu erkennen. Im fortgeschrittenen Stadium treten auch Geschwüre an Knöchel oder Unterschenkeln auf. Diese werden durch den fehlerhaften Bluttransport an den Beinen verursacht.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?
Nach dem Arztgespräch sieht sich der Arzt die Krampfadern an und untersucht den Patienten. Dabei führt er spezielle schmerzlose Tests durch, um die Venenfunktion zu beurteilen. Dies genügt in der Regel, um die Diagnose zu stellen. Oft wird auch eine Art Ultraschall (genauer: Duplex oder Doppler) durchgeführt, mit welcher der Blutfluss in den Venen beurteilt werden kann. Selten sind weitere Untersuchungen wie ein Kernspintomogramm oder Röntgenaufnahmen nach Kontrastmittelgabe notwendig.

Wie wird die Erkrankung behandelt?
Eine Behandlung ist nur notwendig, wenn Schmerzen auftreten oder sich Beingeschwüre bilden. Oft werden Krampfadern aber aus kosmetischen Gründen oder vorbeugend behandelt. Dabei können drei Wege eingeschlagen werden: Erstens können größere Venen durch chirurgische Entfernung (sogenanntes Venenstripping) oder Abbinden behandelt werden. Diese häufig durchgeführten Operationen sind meistens sehr erfolgreich. Zweitens können durch eine Verödung der Vene (Einspritzen von einer Lösung, welche die Vene verschließt) vor allem kleinere Krampfadern behandelt werden. Drittens helfen bei milden Fällen Stützstrümpfe, Hochlegen der Beine und das Vermeiden von längerem Sitzen oder Stehen (siehe Vorbeugung).

Was kann man selbst zur Vorbeugung tun?
Vor allem, wenn in der eigenen Familie gehäuft Krampfadern vorkommen, sollte längeres Sitzen oder Stehen vermieden werden. Man sollte zwischendrin häufige Pausen machen und einige Schritte gehen oder die Beine hochlegen. Stützstrümpfe bei vorwiegend stehenden oder sitzenden Berufen können ebenfalls vorbeugen.

Buchtipps:

Krampfadern
Max O. Bruker, Ilse Gutjahr      emu, 2000      € 12,68

Gesunde Beine, ein Leben lang. Venenleiden und Krampfadern vorbeugen
Freya Haid-Fischer      Trias, 1995      € 18,36

Wichtige Adressen:

Initiative Venengesundheit
Bettinastr. 64
60325 Frankfurt/M.
Tel.: 069-97405716, Fax.: 069-75619913

Kneipp-Bund e.V.
Adolf-Scholz-Allee 6-8
86825 Bad Wörishofen
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